Was sind Trendgruppen und welche gibt es?

Trendgruppen im Marketing – Erreichen Sie Ihre Zielgruppen durch Trendgruppen

Welche Trendgruppen gibt es?

Mittels Trendgruppen kann das Verhalten von Zielgruppen definiert werden - sie eignen sich hervorragend zur Ergänzung von fiktiven Personas. Trendgruppen auch Verbraucher- oder Konsumententypen genannt, beschreiben bestimmte Muster die für das Kaufverhalten von Konsumenten typisch sind. Es gibt zum Beispiel die einkommensschwachen, -starken, idealistischen, ökologischen, ökonomischen,  karriereorientierten und noch viele weitere Grundtypen. Sehr stark werden diese Gruppen von den Lebens- bzw. Rahmenbedingungen der einzelnen Personen geprägt. Hier einmal ein paar Beispiele:

Einkommensschwache Trendgruppen:

Ninja - no income, no job and assets (kein Einkommen, keine Arbeit, kein Vermögen)
Dieser Begriff stammt aus dem amerikanischen Bankenumfeld und bezeichnet die schlechtest denkbaren Kreditnehmer. Bezeichnend für diese Gruppe ist oft ein Verzug bei Bezahlung der Kreditraten.

Silks - single income lots of kids (ein Einkommen und viele Kinder)
Dies sind Familien in denen ein Partner den Lebensunterhalt verdient und sich der andere um die Kinder und den Haushalt kümmert. Hier steht nicht der Konsum im Vordergrund sondern die Familie und ein harmonisches Miteinander.

Nilks - no income lot of kids (kein Einkommen und viele Kinder)
Diese Familien leben von staatlichen Leistungen und/oder Spenden. Schon ein High-End Smartphone ist in dieser Trendgruppe großer Luxus und nicht ohne massive Einschränkungen zu finanzieren.

Einkommensstarke Trendgruppen:

Best Ager - Silver Ager, Mid-Ager, (Generation 50 Plus)
Best Ager haben ein hohes Einkommen, da sie ihre hohe berufliche Erfahrung bei einem Arbeitgeber finanziell geltend machen. Sie sind kaufkräftig, konsumfreudig und qualitätsbewusst.

Dinks - double income no kids (doppeltes Einkommen keine Kinder)
Doppeltes Einkommen und keine Verpflichtungen für Kinder - diese Gruppe verwirklicht sich selbst! Urlaub, Luxus und gutes Essen sind die Belohnung für beruflichen Ehrgeiz und Erfolg.

Grumps - grown up mature people (erwachsene reife Menschen)
Grumps nennt man Erwachsene reife Menschen die selbstbestimmt konsumieren.

Ökonomische und Ökologische Trendgruppen:

Generation X - (Jahrgänge 1965 bis 1980)
Aufgrund Umweltverschmutzung und zunehmenden Rohstoffmangels sehen sie eher pessimistisch in die Zukunft. Karriere und Einkommen sind nicht die treibenden Werte, es wird eher Wert auf die Arbeitsbedingungen und freie Zeit gelegt.

Hanks - health and nature keepers (Gesundheits- und Umweltbewusste Menschen)
Vegetarier, Veganer, "Grüne" - Bewusst lebende und Natur liebende Menschen. Diese Gruppe ist bereit für Qualität nach Ihren Maßstäben mehr zu bezahlen.

LOHAS - Lifestyles of Health and Sustainability (Gesundheit und Nachhaltigkeit als Lebensstil)
LOHAS sind die gemäßigteren Hanks. Auch wenn LOHAS auf Nachhaltigkeit und Gesundheit setzten gibt es noch materiellen Wohlstand.

Idealistische Trendgruppen:

Generation Y - (Jahrgänge 1980 bis 1999)
Die Generation Y ist im Umfeld mobiler Kommunikation und des Internet aufgewachsen. Sie sind die ersten digital natives. Karriere, Wohlstand und Bildung bei gleichzeitig ausgeglichener Work-Life-Balance und Selbstbestimmung.

LOVOS - Lifestyles of Voluntary Simplicity (Lebensstil der freiwilligen Einfachheit)
Diese Trendgruppe verzichtet bewusst auf unnötigen Konsum und Luxus. Hier findet man die Aussteiger, Alternativen aber auch kritische Normalverbraucher.

Eines sei noch gesagt: Echte Menschen lassen sich nur bedingt in diese "Schubladen" stecken. Oft überschneiden sich die Typen bzw. Personen gehören immer mehreren Trendgruppen an.

Alle haben jedoch eins gemeinsam: Sie (müssen) konsumieren!

Am Ende möchte ich noch drei weiterführende Buchtipps  über diesen interessanten Aspekt des Marketings geben:
1. Zielgruppen im Konsumentenmarketing: Segmentierungsansätze - Trends - Umsetzung
2. LOHAS-Marketing: Strategie - Instrumente - Praxisbeispiele
3. Luxus und Nachhaltigkeit: Entwicklung strategischer Handlungsempfehlungen für das Luxusgütermarketing

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